Montag, 21. Juli 2014







Raus raus in den Wald an den See .. Da kann man 35 Grad im Schatten besser aushalten als in der Stadt.

Mittwoch, 16. Juli 2014

Donnerstag, 10. Juli 2014

Mittwoch, 2. Juli 2014



Eine Probeversion von McCalls 6503 aus einfachem schwarzen SuS Baumwollstoff. Beim letzten Sale habe ich ein paar Meter bestellt um damit stoffintensive Probeversionen zu machen von Schnitten bei denen ich mir passformunsicher bin.
Dieser hier war so einer.
Eine meiner derzeit häufigsten Fehler ist das zu-gross-zuschneiden.
Masstabellen sind eh des Teufels. Das was da steht, was angeblich passen soll bei verschiedenen Maßen das scheint mir eher ausgedacht und ziemlich unpassend zu sein. Nach der Tabelle hätte ich umgerechnet Grösse 44 oder so zuschneiden müssen. Ne da dachte ich schon das das nicht stimmen kann.
Abgepaust habe ich nun Grösse 12. Und auch das ist obenrum und in der Taille vor allem zuviel gewesen. Grösse 10 probiere ich also das nächste Mal.
Da ich aber insgesamt ganz zufrieden bin mit diesem Probewerk habe ich gepunktetes Schrägband verschwendet da wo es was zu Säumen gab.



Hier die verschiedenen Versionen des Schnittmusters: Ich habe Version B genäht, eine Version D möchte ich auch unbedingt probieren. Dafür muss ich aber erst noch passenden Stoff besorgen.


Mittwoch, 25. Juni 2014



Me Made Mittwoch heute bei mir in einem Jeansrock, den ich mir sooo schön vorgestellt hatte, als ich den Stoff bestellte. Der Stoff kam an und ich dachte schon gleich: mhhhh Mist ich dachte der wäre fester... 
Eine Woche lag er da und irgendwann dachte ich: wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ich schnitt zu und nähte los. Aber schon beim Nähen war klar, das das nicht der Jeansrock werden kann, den ich eigentlich im Kopf hatte.



Weich und knittrig ist der Stoff.
Zu weich und zu knittrig für meinen Geschmack. Vielleicht hätte er doch lieber eine Knirpsensommerhose werden sollen.
Ich habe wieder eine abgewandelte Amy genäht und reihe mich somit ein, in die Wiederholungstäterinnen der Nähwelt. 
Mal sehen was das wird mit mir und dem Jeansrock im Berliner Regen heute.



Dienstag, 24. Juni 2014

Meine Kinder und der Hinterhofbalkon.

Wir haben zwei Balkone. Der eine ist massiv und geht nach Vorne raus. Er ist klein und gehört mir. Ich pflanze dort Blumen und andres Zeug, ich sitze da abends und trockne meine Stoffe dort. Ich liebe den Balkon der nach Vorne raus geht. Er ist nicht einsehbar und schön.
Der andere Balkon geht in den Hinterhof. Er ist grösser als der Andere, er ist aber auch einsehbarer, weil nur durch so eine Gitter-Brüstung gesichert und da wir im ersten Stock wohnen können alle Nachbarn gut sehen was so geht auf unserem Hinterhofbalkon.
Ich bin da also eher selten.
Meine Kinder stört das mit den Nachbarn nicht. Ganz im Gegenteil. Sie plauschen gerne mal vom Balkon runter oder brüllen zu den Freunden gegenüber hoch.
Ich hasse das.

Letztens: Tochter kommt vom Spielen mit der Freundin nach Hause, wirft die Schuhe in den Flur, rennt an mir vorbei durch die Wohnung, reisst die Balkontür auf und brüllt: Siiiiiiiiiiiriiiiiiiii ich bin daaaaaaaaaaaaaaa.
Ich gehe hinterher und frage: äh ihr habt doch grade den ganzen Tag miteinander gespielt?
Tochter: wir haben noch nicht gute Nacht gesagt.
Ich: ja dann mach das mal und komm dann zum Essen.
Ich gehe in die Küche, die ebenfalls zum Hinterhof rausgeht.
Freundin kommt ihrerseits auf den Balkon. Brüllt: Wollen wir noch eine Runde in den Hof?
Tochter: ich muss erst fragen!
Tochter kommt zu mir: Mama, kann ich noch in den Hof?
Ich: ne schon spät, ich will das ihr alle zur Ruhe kommt jetzt.
Tochter geht in den Hof und brüllt: neee ich kann nicht, die lässt mich nicht!
Freundin nickt verständnisvoll. "Kenn ich!"

Heute: Die Sonne scheint, der Knirps spielt mit einem Auto auf dem Balkon, ich stehe in der Küche und koche das Mittagessen. Der Mann von Frau Fritz kommt in den Hof. Nickt dem Knirps zu und sagt: Hallo! Spielst du schön?
Der Knirps ruft mir laut zu: Hey Mama da ist der Vater von Frau Frikke!
Ich stehe in der Küche und zucke kurz zusammen. Überlege ob ich jetzt auf den Balkon gehe um das klarzustellen oder ob ich Unsichtbare-Mama spiele. Ich entscheide mich für Letzteres.
Herr Fritz fummelt an seinem Rad rum und sagt: na mein Junge, spiel mal schön weiter.
Der Knirps ist entzückt ob der Möglichkeit dieser Begegnung und ruft: ich bin kraaaaaank, ich hab gekotzt! So! (er macht ein würg Geräusch nach). 
Ich möchte meinen Kopf in den Kartoffelbrei stecken, den ich grade zubereite.
Herr Fritz behält die Fassung und sagt: oh du bist krank, na dann ruh dich mal schön aus!
Der Knirps ruft laut: jaaaaa ich bin krank! Ich hab gekotzt! Ins Bett!!!!! Das stinkt jetzt.
Ich halt es nicht mehr aus und rufe: Kniiiiiiiirps komm mal schnell bitte.
Der Knirps ruft: neeee Mama ich frage mit dem Vater von Frau Frikke! Mama echt!
Herr Fritz fährt los.
Ich atme aus.

Wir haben vor Kurzem ein Schloss angebracht an die Balkontür. Mehr aus Sicherheitsgründen eigentlich. Ich sollte den Schlüssel verstecken.

Dienstag, 17. Juni 2014

Fußball gucken mit zwei Dreijährigen und zwei Siebenjährigen:

5 Minuten vor Anpfiff frage ich die Mädchen ob sie mitgucken wollen. Sie sind als Meerjungfrauen verkleidet und sagen mir, Fußball wäre nicht wichtig.
Ich nehme das iPad mit in die Küche, mache den live-Stream an und fange an einen Kuchen zu backen. Den WM-Schokokuchen.
Anpfiff

5 Minuten später stehen die Mädels doch in der Küche. "Können wir mitgucken?" Ja gerne.
Sie setzen sich aufs Sofa und schauen zu. Ich schnippel Gemüse fürs Abendessen und höre ihnen zu.
Freundin: wer spielt da?
Tochter: na Deutschland. Deshalb drehen die Jungs in der Schule doch alle durch.
Freundin: Deutschland ist nicht unser Land, aber ganz dicht dran. (Die Freundin ist in Österreich geboren)
Die Tochter protestiert. "Berlin ist in jawohl in Deutschland!" ruft sie.
Der Moderator brüllt. Ich stehe am Herd und frage: Tor?
Tochter sagt: äh weiß nicht.


Es war das erste Tor.


Der Ton vom live-Stream säuft ab.
Tochter: na muss ja auch nicht immer mit Gerede sein.
Knirps: das ist jetzt kaputt.
Freundin: ich finde reden besser als gucken. Ohne Buchstaben geht es nicht.
Ich hole den Kuchen aus dem Ofen, wieder brüllt der Moderator, wieder frage ich: war das ein Tor?
Tochter wieder: vielleicht!


Zweites Tor. 


Tochter fragt: war die Pause schon?
Der Knirps steht auf und holt sein Niederlande T-Shirt und seine Turnschuhe aus dem Schrank. Er zieht sich um und setzt dich selbstzufrieden aufs Sofa neben die Mädchen.
Knirps: das ist nicht Deutschland das ist ein Fußball Video.
Tochter versucht ihm genervt zu erklären das das live ist und was live eigentlich ist.
Der Knirps versteht das nicht so ganz und klärt die Situation damit, dass er alle Anwesenden fragt ob sie Küsse auf die Wange haben wollen.
Das Bild säuft ab. Ich muss den live Stream neu starten. Während das Bild lädt, entdecken die Kinder das Abendessen, holen sich Reis und Gemüse und setzen sich damit aufs Sofa.
Die Freundin erklärt, dass sich mal einer beim Fußball verletzt hat und der ist jetzt traurig das er nicht mitspielen darf bei der wm.
Die Tochter erklärt das mit den Sternen auf dem Trikot. Sie erklärt auch wer im Team die 1 auf dem Trikot hat. Ich bin beeindruckt und frage woher sie das alles weiß. Sie hat am Wochenende das Finale von "die beste Klasse Deutschlands" bei kika geguckt und sich alles gemerkt.
Der Knirps wühlt in seiner Windel rum und ruft: ich hab kacki!!!
Die Mädchen schreien: ähhhhhhhhh
Ich wickle und säubere den Knirps
Draußen wird gebrüllt und geböllert. Ich rufe: tooooor Tochter????
Sie ruft: nöö glaub nicht.


Es war das dritte Tor.


Halbzeitpause.
Der kleine Bär möchte jetzt das Sandmännchen gucken und fragt sich was das mit dem Fußball soll.
Die Mädchen ziehen von Dannen, der Knirps zieht sich in sein Zimmer zurück. Ich schneide heimlich den Kuchen an. Der ist noch waaaaarm und ich schaue Werbung und genieße den Kuchen.
Der Knirps kommt vorbei und will das iPad haben um darauf zu spielen. Ich gebe es ihm nicht, weil ich Fußball gucken will. Er kriegt einen Wutanfall. Schmeißt Zeug in seinem Zimmer rum und heult laut. Ich tröste ihn. Er will nun baden. Ich lasse ihm Wasser ein.
Die zweite Halbzeit beginnt.
Der kleine Bär kommt vorbei und will auch Schokokuchen. Der kleine Bär ist der Quatscher unter meinen Kindern und wie es eben sein Naturell ist, will er nun mit mir plaudern. Warum ich für ihn Apfelsaft gekauft habe und wer sein lieber bester Freund ist und wie lecker der Kuchen ist und wenn ihm nix mehr einfällt dann singt er "büüüüf büüüüf die Eisenbahn..."
Ich seufze.
Ein Portugiese wird vom Platz getragen. "Ist der geletzt?" fragt der kleine Bär.
Dann läuft er am Badezimmer vorbei und sieht, dass der Knirps im Wasser sitzt, er reißt sich das t-Shirt vom Leib und ruft: ich will auch dringend baden Mama!!! Wo ist mein rotes Boot?
Wir suchen zusammen sein Boot, finden es und er klettert in die Wanne.
Ich setze mich wieder.
Die Mädchen kommen kurz aus dem Zimmer fragen: Tor? Ich sage nein, sie hüpfen wieder weg.
Aus der Badewanne klingt Geschrei und das Geräusch von Wellen die über den Badewannenrand schwappen.
Mist. Ich gehe ins Badezimmer und fische den wütenden Knirps aus dem Wasser, der Bär heult, weil der Knirps ihm wohl viel Wasser über den Kopf geschüttet hat, genau durchdringe ich den Konflikt nicht. Ich wickle die beiden in zwei grosse Handtücher und setze sie pragmatisch vor den Laptop. Sie dürfen eine Folge Pippi gucken damit ich das Badezimmer in Ruhe trocken legen kann. Zwischendurch linse ich in Richtung iPad. Kein weiteres Tor.
Ich setze mich hin. Es fällt das vierte Tor. Die Mädels tanzen durchs Wohnzimmer und freuen sich.
Angela Merkel klatscht ihr stock-im-Arsch-Klatschen. Die Tochter fragt: wer ist die?
Und wer ist das daneben?
Das Frage ich mich auch und nehme mir vor das den Kerl nachher zu fragen. Der mit dem Bart sieht nicht glücklich aus über seinen prominenten Sitzplatz.
Der kleine Bär findet Pippi doof und gesellt sich zu mir. Er ist müde.
Kuschelt sich in meinen Arm.
Die Mädchen kommen raus und setzen sich die letzten zehn Minuten dazu. Das Spiel ist vorbei und Deutschland hat gewonnen.


Auf meinem Sofa sind viele Autos und Reis.
Auf meinem Küchentisch viele Krümel vom Kuchen. Die Zwerge sind nackt, die Tochter nölig, als ich die Freundin nun nach Hause schicke.
Der Bär sitzt auf dem Sofa und versucht seinen Penis in das Feuerwehr Auto zu stecken. Der Knirps singt laut vor dem Laptop.
Die Freundin geht nach Hause. Ich mache das iPad aus.
Fürs nächste Spiel wünsche ich mir Erwachsene Mitgucker.