Freitag, 12. September 2014



wann hast du entschieden hetero zu sein?
genau. so ist das nämlich.

Sonntag, 7. September 2014

Mittwoch, 13. August 2014

Samstag, 2. August 2014

Ich sitze beim Friseur und warte das die Farbe in meinem Haar fertig ist und ausgewaschen werden kann.
Am Platz schräg gegenüber von mir kommt eine kleine Familie aus Österreich an. Eine Mutter ein Vater ein kleines Kind. So vier schätze ich. Wilde süße locken, der kleine Mensch soll die Haare geschnitten bekommen, erst ist es ihm etwas unheimlich er weint, die Eltern trösten liebevoll, der Friseur bringt ein großes Kissen und setzt den kleinen Kerl da drauf, die Neugier besiegt die Furcht und der Junge lässt die Prozedur interessiert über sich ergehn. Er schaut mich neugierig an und ich zwinker ihm zu. Wir lächeln in den 20 Minuten die es braucht ihm die Locken zu kürzen immer mal wieder miteinander. Ich mag ihn glaub ich.
Am Ende lächelt auch die Mutter mich an während sie ihren Sohn anzieht. 
Wir reden noch so zwei, drei Sätze und ich weiß durch die Art wie sie mich behandelt, das sie denkt ich wäre nicht die, die ich bin.
Zum Abschied sagt sie: ja wenn sie mal selber Kinder bekommen irgendwann dann werden sie fühlen wie das ist. 
Ich lächle, lasse den Moment vorbeiziehen, schaue den dreien hinterher wie sie den Laden verlassen, fühle die Farbe auf meinem Kopf und denke: ja genau, wenn ich mal Kinder kriege, irgendwann. Vielleicht in 5 Jahren? Wenn ich mich dafür bereit fühle ? Oder so?
Haha

Donnerstag, 31. Juli 2014

Seitdem die ersten Knospen im Frühling durch die Erde gebrochen sind, sind meine Kinder je 1,5 Kleidergrössen gewachsen. 
Ich weiss das ziemlich genau, weil ich in den letzten Wochen auffallend viele Kleidungsstücke ausgemustert habe und still hoffe, dass die Sandalen der Räubertochter den Sommer noch durchhalten, grössentechnisch.
Der Berliner Sommer.
Er tut uns gut.
Gefühlt seit Wochen scheint die Sonne. Es ist heiss und warm, wahlweise stickig und knallig. In Berlin scheint der Sommer sich noch brav an alte Astrid Lindgren Geschichten halten zu wollen. Hitze, Sonne, zwischendurch mal ein hübsches Sommergewitter, bei dem man dann draussen steht und Blitze zählt und sich über die kurze Abkühlung freut und dann wieder Sonne, Sonne, Sonne.
Wir sind am See, am See, zur Abwechslung mal im Freibad oder am Wasserspieplatz (liebevoll Plantsche genannt hier) und dann wieder am See.
Die Kinder sind ständig nackt, nass, dreckig und hungrig.
Hungrig.
Sie essen und sie wachsen und sie essen wieder, dann spielen sie, schwimmen, plantschen, reiben sich mit Matsch ein und dann essen sie wieder. Ungefähr so sieht die Mehrzahl unserer Tage aus. Die Räubertochter war erst mit dem Hort auf Abenteuer-Ferienlager-Fahrt, kam klebrig zurück um direkt mit uns an den nächsten See im Wald zu fahren, tagelanges Rumstreifen mit neuen und alten Freunden, stundenlanges Schwimmen im See, konspirative Tuscheleien im kleinen Zelt wenn dann endlich irgendwann die nächtliche Schwärze des Waldes selbst die energiegeladensten Mädchen in die Schlafsäcke treibt.
Nach dem Bandengewusel kam nun für die Tochter die sonnenträge Famillienzeit, die sie tatsächlich geniesst. Meine sonst gerne mal maulende Myrte verwandelt sich in eine grösstenteils entspannte grosse Schwester die Beine baumelnd Bücher lesend und malend mit mir am Wasser liegt und eben.. genau.. nichts tut und so zu einer dieser Kinder-Sommer-Ruhen findet, die so wohltuend wie einfach sein kann. 
Sie wachsen, sie strecken sich der Sonne entgegen, sie bekommen Farbe und neue Gedanken und erinnern mich damit so sehr an die Blumen auf meinem Balkon, die sich genussvoll ausstrecken der Sonne entgegen nach jedem Regenguss.
Selbst mein stets zappeliger kleiner Bär, versinkt in seiner eigenen ruhigen Körperlichkeit, sobald er nackt am Seeufer steht und der trocknenden Matschepampe auf seiner Haut nachspüren kann. 
Ich habe in diesem unserem zweiten Berliner Sommer soviele Bücher gelesen wie seit der Geburt der Zwillinge nicht mehr. Stundenlang, so kommt es mir vor (das stimmt natürlich nicht wirklich in der Realität) habe ich Zeit, die Sonne auf meiner Haut zu fühlen und diese Bücher zu lesen. Krimis, Romane, Inspirierendes .. ich weiss nicht wann ich das letzte Mal soviele Geschichten las.. keine Sachbücher, Abhandlungen oder Artikel.
Träge und faul schleiche ich durch diese Tage. Allzu schnelle Bewegungen würden nur Schweiss verursachen, meine Haut hat sich an die Sonne gewöhnt und ich sammle die Lichtstrahlen, sauge die Wärme auf, für den Winter, so wie Frederick. 
Am See legen die Jungs sich einfach irgendwann auf die Decke, wenn sie genug gespielt und gegessen haben, nass und müde ringeln sie sich ein und schlafen weg im Schatten der Bäume, der Kerl und ich erleben stille, träge Stunden, höchstens unterbrochen vom Knirschen der Zeitung oder dem dumpfen Klängen des Waldbodens wenn man sich von der Rückenlage auf den Bauch rollt zum bequemeren Lesen.

Nein, nein. Sie sind nicht nur friedlich unsere Tage, es gibt auch Streit und Zank und Eifersucht, es gibt überschäumende Energie und nölende, müde Kleinkinder. Aber was soll ich die betonen?
Die anstrengenden Seiten des Elternseins die kommen natürlich mit, wohin wir gehen. Aber es kommen nach und nach, langsam aber ganz deutlich endlich endlich (ENDLICH) auch ganz viele Momente, die zum Geniessen, zum Einpacken, zum Erinnern und zum Faul-sein sind.
Dabei hilft uns dieser Sommer ganz ungemein. Und diese Stadt, diese entspannte grosse Stadt.

Mittwoch, 30. Juli 2014






Eine saucoole Bücherei in Mitte entdeckt.

Samstag, 26. Juli 2014












Ein eindrucksvoller Ort.